Kuren für Kinder: Wissenswerters und Informationen
Kinderkuren sind eine medizinisch notwendige Maßnahme zur Genesung oder dienen der Vorbeugung von Gesundheitsschäden. Beispielsweise geht es darum, die Anfälligkeit des Kindes für Krankheiten zu verringern.
Eine Kur ist ein Heilverfahren oder eine Heilbehandlung. Sie dient zur Vorbeugung ernster Gesundheitsschäden oder soll Krankheiten behandeln oder heilen. Kuren werden generell vom behandelnden Arzt oder dem Hausarzt verordnet. Dieser entscheidet, ob der Patient eine Kur benötigt, stellt den Kurantrag oder bescheinigt die Kurbedürftigkeit. Die Kur wird mit diesen Unterlagen bei der zuständigen Krankenkasse beantragt.
Je nach dem Krankheitsbild werden Kinderkuren in klimatisch besonderen Gegenden wie beispielsweise am Meer oder im Gebirge durchgeführt. Ebenfalls abhängig vom Krankheitsbild ist der Zeitpunkt zur Durchführung der Kur. Für Kinder, die an Hautkrankheiten leiden, ist beispielsweise eine Kur im Sommer am Meer der ideale Zeitpunkt. Die Kuren werden in speziellen Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Diese Einrichtungen müssen von den Krankenkassen anerkannt sein. Das Krankheitsbild des Kindes ist entscheidend für die Auswahl der Therapien und der Behandlungsformen. Diese werden vom Arzt verordnet und überwacht. Für die gesamte Betreuung der Kinder während ihres Kuraufenthaltes sind erfahrene Mitarbeiter verantwortlich, die neben den medizinischen und pflegerischen Aufgaben besonderen Wert auf die Gesundheitserziehung, eine pädagogisch-soziale Beeinflussung und eine aktive Freizeitgestaltung legen. Eine Kur sollte mindestens 4 Wochen dauern, um einen lang anhaltenden Effekt zu bewirken. Ideal wären allerdings 6 Wochen.
Die Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder unterscheiden sich wesentlich von den Maßnahmen für Erwachsene. Die Kinder sind während ihres Kuraufenthaltes immer in einer stabilen Gruppe von Gleichaltrigen eingebunden. Außerdem werden die Kinder neben dem medizinisch geschulten Personal auch von pädagogisch ausgebildetem Personal betreut. Schulkinder haben in den Einrichtungen Unterricht, wenn die Kur während der Schulzeit durchgeführt wird. Im Idealfall haben die Kinder Unterlagen von ihrem Klassenlehrer dabei, in denen der zu behandelnde Schulstoff aufgelistet ist. Das erleichtert die Aufgabe des Kurlehrers und schützt das Kind vor zu großen Wissenslücken.
Es ist bekannt, dass Kinder mehr Zeit benötigen, um sich an die neue Situation und die klimatische Veränderung anzupassen. Ratsam ist es deshalb für alle Eltern, eng mit dem Betreuungspersonal der Kureinrichtung zusammenzuarbeiten und sich an die Hinweise zu halten. Das Betreuungspersonal hat langjährige Erfahrungen und weiß, wie es mit den kleinen Nöten der Kinder umzugehen hat. Heimweh spielt dabei meist eine große Rolle. Sowohl für die Eltern als auch für die Kinder ist es schwer, sich auf längere Zeit zu trennen. Einsicht in die Notwendigkeit ist hier auf beiden Seiten gefragt. Eine gute Variante ist es, sich bei Antritt der Kur zu Hause vom Kind zu verabschieden und die Anreise über sogenannte Reiseorganisatoren der Kureinrichtungen zu organisieren. Das hat den Vorteil, dass der Abschiedsschmerz gelindert wird. Außerdem lernen die Kinder während der Fahrt bereits die anderen „Kurpartner“ kennen. Bei Ankunft am Kurort ist der Abschiedsschmerz meist vergessen.