Die BWL-Weiterbildung: Chance zu einem Neuanfang
Auch nach etlichen Jahren in einem Betrieb ergreift viele Menschen das Gefühl, doch noch einmal an einer Weiterbildung teilnehmen zu wollen. Inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten dazu.
Wer sich einmal entschieden hat, auch in späteren Jahren, an einer Weiterbildung teilzunehmen, sieht sich zunächst mit einer riesigen Auswahl an Möglichkeiten konfrontiert. Zwischen Werbeplakaten in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Erfolg versprechenden TV-Spots ist es anfangs recht schwer, das passende Angebot für sich zu finden. So sollte man sich vorab erst einmal Gedanken über die grobe Richtung der Weiterbildung machen. Die betriebswirtschaftlichen Angebote sind dabei sehr vielversprechend, lässt sich mit einer solchen Weiterbildung doch in vielen Bereichen des täglichen Lebens Arbeit finden.
Viele der betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen lassen sich als Abendstudium absolvieren. Hierbei wird drei bis fünfmal die Woche an Kursen teilgenommen, die nach der regulären Arbeitszeit stattfinden. Je nach Häufigkeit der Veranstaltungen müssen dafür zwei bis vier Stunden Unterricht eingeplant werden. Der Vorteil zu einem konventionellen Studium ist der, dass die "Klassen" nicht aus mehreren Hundert Teilnehmern bestehen, sondern von vornherein auf etwa zwanzig Personen begrenzt werden. So kann auch auf die Probleme der Einzelnen eingegangen werden und Gruppenarbeiten sind möglich. Alternativ kann die Weiterbildung auch als Wochenendstudium absolviert werden. Hierbei werden die Kurse jeweils von Freitag bis Sonntag abgehalten, was für Teilnehmer mit einer weiteren Anreise zum Veranstaltungsort natürlich Vorteile bietet. Wem die Anreise aber trotzdem noch zu aufwendig ist, der kann auf das Angebot vieler Fachhochschulen, ein Fernstudium zu belegen zurückgreifen. Die Veranstaltungen finden hier oft per Online-Video-Übertragung statt und der Austausch von Lehrmaterial und Aufgaben erfolgt auf elektronischem Weg.
In ihrem Inhalt unterscheiden sich Abend-, Wochenend- und Fernstudium allerdings kaum. Zu Beginn werden die Teilnehmern in die Grundlagen und Zusammenhänge der Marktwirtschaft eingeführt und erhalten durch das Bearbeiten betriebswirtschaftlicher Aufgaben einen ersten Einstieg. Weiterführend werden die verschiedenen Arten der externen und internen Rechnungslegung und einige Fallbeispiele des Privatrechts behandelt. Da eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung naturgemäß mit Zahlen zusammenhängt, gehört auch das Lösen mathematischer Aufgaben zum Lehrplan. Hierzu werden häufig auch Tutorien angeboten, in denen die Teilnehmer Übungsaufgaben erhalten, um sich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten.
Ob eine Weiterbildung zeitlich und finanziell überhaupt möglich ist, sollte im Vorfeld allerdings genau durchdacht werden. Wer zehn Stunden am Tag arbeitet, und daheim von einer Familie mit Kindern empfangen wird, dürfte selten noch die Energie besitzen, sich für ein paar Stunden der Ausarbeitung von Referaten zu widmen oder für eine anstehende Klausur zu lernen. Finanziell gesehen sind solche Weiterbildungen auch meist mit Kosten von mehreren Tausend Euro verbunden.